Gründerzeit

Grundzutaten für jede Gründung

Ist Deutschland also ein Paradies für Gründer im Gastgewerbe? Ganz so einfach ist es nicht. Denn der Bereitschaft, unternehmerische Verantwortung zu übernehmen, und dem Willen, etwas Eigenes aufzubauen, stehen Herausforderungen und Risiken gegenüber. „Gerade in Deutschland ist die Sorge vor dem Scheitern eine hohe Hürde“, weiß Grichnik. „Was in den USA positiv als Sammeln von Erfahrung bewertet wird, gilt hierzulande oft noch als Makel.“ Der Hamburger Gründerberater Manfred Troike, der auf die Gastronomie spezialisiert ist, kennt das Problem: „Es ist nicht leicht, einen Betrieb dauerhaft in Schwung zu halten. Im ersten Jahr läuft es häufigrund, denn die Menschen sind neugierig auf das neue Angebot. Danach kommt es darauf an, ob es langfristig gelingt, Stammgäste zu gewinnen.“

Die erste Grundzutat für den Erfolg: gute Vorbereitung.
Weblinks: 01 Gut planen und vorbereiten

Häufig fehlt Newcomern das nötige Know-how: Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) stellt fest, dass die Zahl der gut vorbereiteten und qualifizierten Gründer zwar steigt, aber weiterhin Schwachstellen vorhanden sind. Immer noch haben viele angehende Unternehmer kaufmännische Defizite oder unzureichende Branchenkenntnisse. Deshalb lautet die erste Grundzutat für den Erfolg: gute Vorbereitung! Wer durchstarten will, benötigt viel Wissen: Wie entwickelt man ein tragfähiges Geschäftskonzept? Was ist bei der Standortwahl zu beachten? Welche Finanzierungslösungen bieten sich an?

Das Spektrum fachkundiger Ansprechpartner ist groß und reicht von den Arbeitsagenturen bis zu den Industrie- und Handelskammern. Allein die Datenbank des Onlineportals www.existenzgruender.de enthält rund 25.000 Adressen von öffentlichen ­Einrichtungen, die Gründern mit Rat und Tat zur Seite stehen. Hinzu kommen zahlreiche weitere Unterstützungsangebote – von Workshops und Onlinetrainings bis zu Wettbewerben, die herausragende Geschäftsideen fördern. Ein Beispiel ist der „Gastro-Gründerpreis“, der jährlich die fünf besten Start-up-Konzepte aus Deutschland, ­Österreich und der Schweiz prämiert.

Zu den zentralen Hürden für Gründer in der Branche gehören der Fachkräftemangel, finanzielle Unwägbarkeiten und die Notwendigkeit, sich ständig neu zu erfinden und weiterzuentwickeln. Zu diesem Ergebnis kommt die METRO Gründerstudie: www.metro-gruenderstudie.de.