Trends im Blickpunkt

Trends im Blickpunkt

Seit der Ausgabe 2004/2005 sind sie eine feste Institution im METRO-Handelslexikon: die sogenannten Themenspeziale. In umfangreichen Dossiers werden relevante Entwicklungen der Branche anhand von Zahlen, Fakten und Beispielen erläutert. Ein aktueller Blick auf ausgewählte Themen.

Trends im Blickpunkt

Demografie

Der demografische Wandel, also die langfristige Veränderung der Bevölkerungsstrukturen, ist mittlerweile ein Großthema für Politik und Wirtschaft. Das Durchschnittsalter der Menschen in den meisten Industriestaaten steigt kontinuierlich, gleichzeitig sinken die Geburtenraten. Mit der Folge, dass die Bevölkerungszahl vielerorts zurückgeht. Im Jahr 2060 werden in Deutschland beispielsweise nur noch 70 Millionen Menschen leben, rund zwölf Millionen weniger als heute. Auch die Zahl der Erwerbstätigen geht deutlich zurück. Diese Entwicklung hat nicht nur für die Renten- und Sozialsysteme erhebliche Konsequenzen, sondern auch für den Arbeitsmarkt: Der Wettbewerb um die besten Fach- und Führungskräfte wird bereits hart geführt – auch in Deutschland, wo die Zahl der Erwerbstätigen nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts bis 2060 um 27 Prozent zurückgehen wird.

Folgen für den Arbeitsmarkt

Viele Unternehmen berücksichtigen den demografischen Wandel deshalb bereits in ihrer Personalpolitik. Qualifizierungsprogramme und Maßnahmen zur Gesundheitsförderung tragen dazu bei, Mitarbeiter langfristig zu binden. Ins Blickfeld geraten bei der Rekrutierung zunehmend internationale Bewerber. Dies gilt insbesondere, da die Zahl der Hochqualifizierten in Ländern wie beispielsweise China und Indien Jahr für Jahr zunimmt.

Marken im Handel

Marken haben einen großen Einfluss auf den wirtschaftlichen Erfolg. Diese Einschätzung teilen neun von zehn deutschen Unternehmen, wie eine gemeinsame Studie des Beratungsunternehmens PwC, der Universität Hamburg, der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) und des Markenverbands e.V. ermittelt hat. Rund 80 Prozent der Befragten gaben zudem an, Marken hätten eine erhebliche Bedeutung für den Unternehmenswert. Ausschlaggebend seien dabei vor allem ihre Bekanntheit, ihr Image und die Loyalität der Kunden.

Exklusivität durch Eigenmarken

Die Bindungskraft von Marken macht diese auch für Händler interessant: Die Unternehmen lassen Produkte deshalb zunehmend in Eigenregie produzieren, um sie dann unter eigenem Namen zu einem – im Vergleich zu den jeweiligen Herstellermarken – günstigeren Preis zu vertreiben. Beispiele hierfür sind „real,- QUALITY“ von Real, „ja!“ von Rewe, „Tesco Everyday Value“ von Tesco sowie „HORECA Select“ von METRO Cash & Carry.

Ein Vorteil für die Handelsunternehmen sind die höheren Margen, die sich so erzielen lassen. Weil die Händler Einfluss auf die Produkte, ihre Kosten, ihre Herstellung und das Marketing nehmen können, ist das Verhältnis von Einkaufs- und Verkaufspreis für sie günstiger als bei Herstellermarken, die Gewinnspanne ist somit größer. Ein weiterer Pluspunkt: Die Produkte sind exklusiv nur bei diesen Händlern erhältlich. Das ermöglicht diesen eine klare Abgrenzung gegenüber den Wettbewerbern und ein preislich attraktives Angebot.