Trends im Blickpunkt

RFID

Größere Prozesseffizienz und eine höhere Warenverfügbarkeit in den Märkten – das verspricht die Radiofrequenz-Identifikation, kurz RFID. Die Technologie ermöglicht es Unternehmen, den Weg von Waren entlang der Prozessketten lückenlos elektronisch zu erfassen. Voraussetzung hierfür ist, dass die Produkte oder Produktpaletten mit einem RFID-Transponder versehen sind. Das ist ein winziger Computerchip mit Antenne. Lesegeräte erfassen den auf dem Chip gespeicherten Elektronischen Produktcode (EPC) zum Beispiel bei der Ankunft der Waren im Markt. Der Eingang wird so automatisch im Warenwirtschaftssystem verbucht. Die METRO GROUP zählt im Handel zu den Vorreitern beim Einsatz von RFID in der Logistik. Das Unternehmen setzt die Technologie an rund 400 Standorten von METRO Cash & Carry in Deutschland und Frankreich, bei Real sowie bei METRO LOGISTICS ein.

Trends im Blickpunkt

Entlastung des Personals

Auch andere Unternehmen nutzen RFID: Der Textilhändler Adler Modemärkte beispielsweise testet die Technologie seit April 2012 auch im Verkaufsraum. Langfristig sollen bis zu 30 Millionen Artikel im Jahr mit Transpondern ausgestattet werden. Adler will auf diese Weise einen besseren Überblick über Warenbestände gewinnen, um häufig nachgefragte Artikel ständig verfügbar zu halten. Das Verkaufspersonal soll gleichzeitig von Inventurprozessen entlastet werden, um mehr Zeit für die Beratung zu haben.

Handelsunternehmen mit Schlüsselfunktion

Auch im Handel hat Nachhaltigkeit in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen. An der Schnittstelle zwischen Güterproduktion und Konsumenten kommt Handelsunternehmen eine Schlüsselfunktion zu. Zu den zentralen Herausforderungen für Händler gehören in erster Linie Themen wie Nahrungssicherung, Ressourcenschutz, demografischer Wandel und nachhaltiger Konsum.

Energie- und Rohstoffpreise

Steigende Bevölkerungszahlen und Wirtschaftswachstum in vielen Regionen der Welt sorgen für eine immer höhere Nachfrage nach Lebensmitteln und Konsumgütern. Fossile Energieträger, Metalle und Erze, Wasser und landwirtschaftliche Ressourcen werden dadurch knapper und teurer. Vor allem die Energiepreise, die die Produktions- und Transportkosten sowie die Kosten für Kühlung, Heizung und Licht in den Märkten beeinflussen, bestimmen die Preisentwicklung im Handel maßgeblich. Grundsätzlich gilt: je höher der Grad der Weiterverarbeitung von Nahrungsmitteln, desto größer der Einfluss der Energiekosten. Davon betroffen sind beispielsweise Fleisch- und Milchprodukte.

Stellschrauben für die Versorgungssicherheit

Während die Verbraucher in Europa jahrzehntelang vergleichsweise stabile Lebensmittelpreise gewohnt waren, hat die Preisexplosion im Energie- und Rohstoffsektor diesen Trend zuletzt umgekehrt. Aufgrund des hohen Wettbewerbsdrucks können Handel und Hersteller die Preissteigerungen jedoch nicht eins zu eins an die Verbraucher weitergeben. Für die Unternehmen rückt auch aus diesem Grund das Thema Ressourcenschutz verstärkt in den Fokus. Zu den wichtigsten Stellschrauben, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, gehört eine höhere Effizienz beim Einsatz von Energieträgern und Rohstoffen. So helfen beispielsweise ein professionelles Energiemanagement, der Einsatz moderner Kühl- und Klimatechnik sowie effiziente Logistikprozesse, Ressourcen und Kosten zu sparen.