Die ganze Welt auf dem Teller

Wer hat’s erfunden? Die Herkunft von Döner, Currywurst & Co.

Wer hat’s erfunden? Die Herkunft von Döner, Currywurst & Co.

Wer genüsslich in seinen Hamburger oder Döner beißt, denkt kaum darüber nach, wer diese Speisen erfunden hat. Sollte er aber. Denn die Herkunft unserer liebsten Snacks verrät Spannendes über die Geschichte der Esskultur.

Türkisch-deutscher Exportschlager

Der Döner ist der absolute Lieblingssnack der Deutschen. Das knusprige Fleisch vom Drehspieß kommt ursprünglich aus der Türkei. Dort wurde es jedoch auf einem Teller serviert. Die heutige Form, eine üppig mit Salat, Fleisch und Joghurtsoße gefüllte Brottasche, wurde angeblich Anfang der 1970er-Jahre in Berlin erfunden – von einem jungen türkischen Imbissmitarbeiter. Inzwischen gibt es bundesweit mehr als 16.000 Dönerbuden. Und nicht nur das: Von Deutschland aus wurde der türkische Snack weltweit berühmt. Selbst in China ist er heute zu haben – und gilt dort als deutsche Spezialität.

Wurst mit Kultcharakter

Über sie wurde ein Roman geschrieben, Herbert Grönemeyer besingt sie in höchsten Tönen und sie hat sogar ihr eigenes Museum: die Currywurst. Im Berlin der Nachkriegszeit erfunden, wurde sie besonders in der Hauptstadt und im Ruhrgebiet schnell zur heißgeliebten Zwischenmahlzeit. Die Kombination aus deutscher Wurst und Gewürzen aus Fernost macht sie zu einem wahren Vorreiter der heutigen Fusion Cuisine. Inzwischen gibt es sie sogar in der Luxusvariante: das Berliner Restaurant Zander zum Beispiel serviert Currywurst mit 22-karätigem Blattgold, Trüffelpommes und einem Glas Champagner.

Wer hat’s erfunden? Die Herkunft von Döner, Currywurst & Co.

Mehr als ein Frikadellenbrötchen

Der Hamburger kommt aus Hamburg? Ganz so einfach ist es nicht. Wo der ursprüngliche Burger entstand und wie er wirklich aussah, darüber streiten sich die Experten. Brachten ihn deutsche Auswanderer im 18. Jahrhundert nach Übersee oder erfanden ihn zwei clevere Brüder im Bundesstaat New York? Das interessiert den Burger-Liebhaber nur am Rande. Wichtiger ist, was sich zwischen den beiden Brötchenhälften befindet. Das wird derzeit immer kreativer. Kleine, feine Burger-Bars machen den großen Fast-Food-Ketten Konkurrenz – mit bester Bioqualität und ausgefallenen Kombinationen. Wie wäre es denn mal mit dem Spargel-Burger mit Sauce hollandaise?

Genuss aus dem Holzofen

Als in den späten 1950er-Jahren Gastarbeiter aus Norditalien nach Deutschland kamen, wunderten sie sich über die großen belegten Teigfladen, die ihre Landsleute aus dem Süden dort servierten. In ihrer Heimat direkt hinter den Alpen hatten sie dergleichen noch nie gesehen – stammt die Pizza doch aus dem südlichen Teil des Landes. Dass sie inzwischen in ganz Italien auf den Tisch kommt, ist den deutschen Touristen zu verdanken. Die Pizza gehört für sie einfach zum Italienurlaub dazu – egal ob in Sizilien oder am Gardasee.

Quelle: METRO GROUP

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